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Montag, 4. April 2011

Wie man Lena dazu kriegt Bücher von Jane Austen zu lesen.

Wie in einem anderen Post bereits erwähnt, hatte ich einmal das Vorhaben wenigstens "Pride and Prejudice" von Jane Austen zu lesen. Nachdem ich jedoch beim ersten Lesen eher dem Brechreiz als Jubelstürmen verfallen war, weil mir alles einfach so unheimlich trivial und oberflächlich erschien, habe ich dieses Unterfangen erst mal sein gelassen. Ich habe mir aber immer gedacht, dass ich das Buch irgendwann noch einmal lesen werde und es genauso toll finden werde, wie der Rest der Welt auch (der Plan ist immer gut und besonders tiefgründig. Nicht.).
Aber irgendwie wollte sich dieser leuchtende Moment der Erkenntnis, dass JETZT der Zeitpunkt für "Pride and Prejudice" gekommen sei, nicht finden. So einen Moment habe ich häufiger bei Büchern, die nach dem ersten Reinschauen nicht so meinem Geschmack entsprechen. Ich habe also... 2 Jahre (?) auf diesen Moment gewartet und schließlich hat Hollywood ihn hervor gerufen.

Wie vielleicht einigen bekannt ist, gibt es eine Verfilmung von "Pride and Prejudice" u.a. mit Keira Knightley (2005). Vor einem halben Jahr bin ich auf youtube während der Suche nach meinem Moment (ich war offensichtlich verzweifelt!) auf die Trailer zu einigen Verfilmungen von Jane Austens Büchern gestoßen. Unter anderem natürlich auch zu der Verfilmung von "Pride and Prejudice". Alle Trailer haben mich sehr angesprochen und als Stefan und ich letzte Woche unsere hiesige Buchhandlung ausgeplündert haben, haben wir auch die DVD mitgenommen.
Ob der Film gut ist liegt wohl im Auge des Betrachters... ich kann nur sagen, dass ich ihn innerhalb von 2 Tagen 3 Mal geguckt habe, davon einmal mit dem Director's Commentary. Ich denke, das spricht für sich. Da ich den Film aber nicht zu oft auf einmal gucken wollte um ihn mir nicht zu verderben, habe ich nun gestern begonnen das Buch zu lesen und siehe da! - Es flutscht.

Ich lese es auf Englisch und muss doch feststellen, dass ich an einigen Stellen sehr verwirrt bin, weil offensichtlich auch im Englischen lange, verschachtelte Sätze geformt werden können, die Hirnsalat hervorrufen. Aber man gewöhnt sich dran und hat auch recht schnell das typische Vokabular drauf. Yay. Letztendlich finde ich die Reihenfolge Erst der Film- Dann das Buch auch nicht unvorteilhaft. Zumindest habe ich den Eindruck, dass ich dadurch nicht ganz so verwirrt bin, was die ganzen Charaktere angeht.

Jetzt wo ich begriffen habe, worum es in den Büchern Jane Austens geht, habe ich beschlossen auch weitere Werke von ihr zu lesen. Mit "Sense and Sensiblity" habe ich schon angefangen, aber das musste dann erst mal Platz machen für das oben genannte. Außerdem möchte ich noch unbedingt "Emma" lesen und danach schau ich dann weiter. Wahrscheinlich werde ich nicht alle Bücher in einem Rutsch lesen, weil ich ganz gerne etwas Abwechslung habe, aber Stück für Stück werden es doch mehr Klassiker. Ahh~ *O*
Auch wenn ich, denke ich, bei den anderen Büchern erst hinterher die Verfilmungen gucken werde, bin ich trotzdem schon sehr gespannt auf die anderen Filme. Ich habe nur Angst, dass sie schlechter sein könnten als "Pride and Prejudice". T__T

Jaja. So hat Hollywood Lena zum Lesen von Klassikern gebracht.

Samstag, 19. Februar 2011

Buchrezension: Shiver und Linger von Maggie Stiefvater

Die Bücher Shiver (Band 1) und Linger (Band 2) sind Teil der amerikanischen Trilogie der „Wolves of Mercy Falls“ von Maggie Stiefvater. In diesen Bücher geht es, wie man vielleicht schon erahnen kann, unter anderem um Wölfe. Aber wie sollte es anders sein im Zeitalter der Vampire, Engel und Werwölfe: Es sind natürlich keine normalen Wölfe!
In der Liebesgeschichte geht es vor allem um Sam, einen Jungen, der sich bei Kälte in einen Wolf verwandelt, und Grace, die ein scheinbar normales Mädchen ist - mit einem ordentlichen Faible für „den Wolf mit den bernsteinfarbenen Augen“. Jahr für Jahr beobachtet sie die Wölfe, und vor allem „ihren“ Wolf, im Wald. Und Sam (der zufällig auch bernsteinfarbene Augen hat) beobachtet Grace aus der Ferne. Es scheint nie zu einem Zusammentreffen zu kommen, bis eines Tages … etwas … passiert, was die ganze Geschichte ins Rollen bringt und Sam und Grace zueinander führt. Friede Freude Eierkuchen Ende. Wäre da nicht das kleine Problem, dass Leute wie Sam, die sich im Winter in einen Wolf verwandeln, nur eine begrenzte Zeit als Mensch haben. Sprich, irgendwann verwandeln sie sich nicht mehr in einen Menschen zurück und dieser Zeitpunkt naht für Sam. Was also tun? Genau! Sich unsterblich in einen Menschen verlieben und die letzten Menschenmonate mit diesem einen Mädchen verbringen um sie schließlich sitzen zu lassen, weil man für immer und ewig zum Wolf wird. Ende. Nein, doch nicht. Was wäre das für ein Buch?! Um also die ewige Trennung zu vermeiden müssen Sam und Grace sich was ausdenken (als wären randalierende Neumenschwölfe nicht schon ein Problem zu viel)...

Alle Bücher der „Wolves of Mercy Falls“-Trilogie werden von unterschiedlichen Charakteren in unregelmäßigem Wechsel erzählt. Im ersten Band erzählen nur Sam und Grace die Kapitel, im zweiten und dritten Band kommen jedoch auch andere Charaktere ins Spiel. Ich fand diese Art und Weise die Geschichte zu erzählen sehr angenehm, spannend und interessant.
Insgesamt finde ich, dass die Geschichte in den ersten 2/3 der jeweiligen Bücher gemütlich vor sich dahinplätschert. Man kann die Bücher auch gut mal aus der Hand legen und sie könnten in Vergessenheit geraten und ich muss gestehen, dass ich zur Hälfte des ersten Bandes dachte „Den zweiten brauchst du nicht zu lesen.“. Jedoch war sowohl im ersten als auch im zweiten Teil der Schluss so spannend und schnell, dass ich unbedingt wissen musste, wie es weiter geht. Ich persönlich fand den zweiten Band noch interessanter als den ersten, vor allem wegen der neuen Charaktere.
Was ich außerdem sehr angenehm fand, war der Fakt, dass sich die Autorin über Wölfe informiert zu haben scheint. Wenn aus der Sicht eines Wolfes erzählt wird, dann hat sie viel vom typischen Wolfsverhalten aufgenommen (zumindest das, was die ZDF-Doku, die ich auf youtube gesehen habe, als typisch eingestuft hat xD). Dies ist mir jedenfalls im zweiten Band aufgefallen.

Der dritte und letzte Band „Forever“ der Trilogie kommt auf Englisch im Juli 2011 heraus. Ins Deutschen wurde bisher nur der erste Band übersetzt und in diesem Fall muss ich dem Verlag ein Kompliment machen: Ich finde das deutsche Cover sehr viel ansprechender als das englische. In den meisten Fällen ist es ja eher andersherum.
Es handelt sich bei diesen Büchern wieder um leichte Kost und sie werden von Buchläden als Jugendliteratur eingestuft. Ich denke auch, dass diese Serie weniger erwachsene Leser ansprechen wird als beispielsweise „Twilight“, das ja durch die (weibliche) Bank weg ganz gut abgeschnitten hat (wobei die Hauptlesegruppe natürlich trotzdem jugendlich ist und war). Letztendlich hat die Serie keinen großen Eindruck bei mir hinterlassen, da ich sie einfach nicht durchgehend fesselnd fand. Aber für zwischendurch finde ich sie gut und ich denke Jugendliche könnten durchaus ihren Gefallen daran finden, vor allem die Mädels. Ein nächster Hype wird es aber nicht (auch wenn sich die Verlage und Medien danach sehnen und bei jedem Buch, in dem Vampire oder Wölfe vorkommen dazuschreiben, dass es das nächste Twilight ist. Oder so ähnlich. *seufz*)

Die Autorin Maggie Stiefvater hat auch eine weitere (zweiteilige) Serie geschrieben, deren ersten Band ich mir zugelegt habe, aber bisher war ich nicht in der Stimmung das Buch zu lesen. Da ich die Autorin aber sehr sympathisch finde, habe ich mal gestöbert. Wer sie auch mag, kann auf ihrem Blog und ihrer Homepage aktuelle Informationen lesen oder auf Facebook ein Fan werden und dort noch aktuellere Informationen bekommen (ja, sie schreibt dort tatsächlich regelmäßig was). Über Facebook wurde zum Valentinstag auch ein Video von ihr angekündigt, wo sie die ersten zwei Seiten des dritten Bandes vorliest (und das hat sie auch getan). Dieses Video kann man sich nach wie vor auf Youtube angucken, falls wer seine Neugier stillen möchte. ;)

Hier geht’s zur Autorinnenseite auf Amazon... , wo man die ganzen Bücher im Überblick hat.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Harry Potter and the Deathly Hallows


Habt ihr schon alle den neuen Harry Potter Film gesehen? >O<
Ich fand ihn so toll. Stefan und ich waren einen Tag vor der offiziellen Eröffnung im Kino und er lief sogar auf Englisch. Kann ich nur empfehlen (auch wenn ich manchmal Sachen nicht verstehe, weil die so nuscheln oder einfach nicht Englisch sprechen, wie ich später erkannt habe xD)! Ich bin jetzt seitdem irgendwie wieder voll im Harry Potter Fieber. In Itzehoe werde ich erst mal wieder den siebten Band lesen, damit ich nächstes Jahr beim letzten Film überhaupt noch weiß, was abgeht o_o"
Ich frag mich, ob ich die Filme auch mögen würde, wenn ich die Bücher nicht gelesen hätte... wahrscheinlich nicht.

Das Foto passt ja irgendwie nicht zum Thema, aber es ist am Kino entstanden. Der zweite Teil vom Kungfu-Panda kommt natürlich auch irgendwann bald und natürlich in 3D. Ich habe den letzten Shrek Film in 3D gesehen und die erste Szene war auch sehr cool, aber danach hat man von 3D nichts mehr bemerkt. Deswegen habe ich 3D als sinnlosen Schnickschnack eingestuft und werde nur noch 2D gucken. Wenn sie bei 4D angekommen sind, werde ich es nochmal versuchen!

Montag, 29. November 2010

Gelesen in weniger als 24 Stunden: Hush, Hush

Engel sind die neuen Vampire!
Gleich nachdem ich mit "Der Übergang" von Justin Cronin fertig war, habe ich mir "Hush, Hush" oder auf Deutsch "Engel der Nacht" von Becca Fitzpatrick geschnappt in der Hoffnung nun unterhalten zu werden und ich wurde nicht enttäuscht. Ich hatte mir erst Sorgen gemacht, dass das Buch zu abgedroschen klingen würde und das tut es in der deutschen Übersetzung auch teilweise. Deutsch ist einfach nicht immer die coolste Sprache um schlechte Sprüche abzuliefern xD. Da ich aber die englische Originalversion gelesen habe, war mir das egal.

In dem Roman geht es wie vielleicht schon deutlich wurde um Engel, ein Mädchen und die Liebe, wenn man so will. Die Kombination von Romanze, strunznormalen Schulmädchen und nicht ganz menschlichen Wesen liegt ja im Trend (Vampire, Werwölfe, Engel - was kommt als nächstes?). Da ich aber noch so viel kreischenden Teenie in mir drin hab, kommt mir das ganz gelegen ;)
Letztendlich dreht sich die Geschichte also um Nora, das strunznormale Schulmädchen mit einer besten Freundin, und Patch, den geheimnisvollen, dunklen und sehr anziehenden Typen, der ein gefallener Engel ist (ich denke, das ist nicht zu viel verraten...). Er tritt von heute auf morgen in Noras Leben ein - und zwar im Biologieunterricht. Sexualkundeunterricht. Lol. Die Stelle fand ich schon etwas ... schlecht. Aber letztendlich nicht schlimm. Was tut man nun also, wenn man sich unsterblich in einen gefallenen Engel verliebt? Gefallene Engel haben tendenziell was angestellt, sonst würde man sie ja nicht aus dem Himmel entfernen. Und sowieso passieren seit Patch auf einmal viele nicht sehr gute Dinge, die Nora sich nicht erklären kann. Kann sie Patch also vertrauen oder ist sie nur eine Schachfigur in einem viel größeren Spiel?! Muha.

Wie man vielleicht schon merkt: leichte Kost!

Ich fand das Buch angenehm kurzweilig geschrieben und spannend. Es würde wohl wegen der Geschichte in die Kategorie Jugendbuch fallen. Wem Twilight nicht gefallen hat, dem würde ich dieses Buch nicht empfehlen, denn letztendlich ist es exakt die gleiche Schiene. Wem Twilight aber gut gefallen hat, dem kann ich es nur ans Herz legen, besonders wenn der Hunger nach Vampiren erst mal gestillt ist.
Dieses Buch besitzt auch wieder den gewissen Quietschfaktor.

Von diesem Buch gibt es bereits eine Fortsetzung ("Crescendo") und ein dritter Band ("Tempest") ist auch bereits in Arbeit und wird Ende nächsten Jahres auf Englisch erscheinen. Soweit ich informiert bin, wird es auch bei diesen drei Bänden bleiben. Aber eigentlich habe ich keine Ahnung ;P
"Hush, Hush" oder "Engel der Nacht" gibt es sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch bereits als Taschenbuchausgabe.

Fazit: Für (ehemalige) Twilight-Fans sehr empfehlenswert, für Leute, die sich zu alt für den Quietschfaktor fühlen eher nicht so. Tendenziell ist die Zielgruppe auch weiblich würde ich jetzt mal ganz dreist behaupten ;D

Ach und was ich noch bemerkenswert finde: Dies ist eins der wenigen Bücher, wo sich der deutsche Verlag keine Extrawurst erlaubt hat, sondern das Cover der englischen Ausgabe übernommen hat. Das finde ich lobenswert in Anbetracht dessen, dass deutsche Verlage dazu neigen, die schönsten Bücher hässlich zu machen (mit wenigen Ausnahmen. Hab als nächstes hier ein Buch, wo das deutsche Cover sehr viel schöner ist!). Dazu könnte ich auch nochmal einen ganzen Blogeintrag schreiben und das machen ich vielleicht auch bald mal. Ich habe mich bisher nicht bemüht dafür eine Erklärung zu finden. Vielleicht weiß ja jemand eine.

In dem Sinne:

Becca Fitzpatrick: Hush, Hush (Engel der Nacht)
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Page & Turner (9. August 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442203732
ISBN-13: 978-3442203734
Originaltitel: Hush Hush

Link zum Buch (deutsch) auf Amazon

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