Meine Fresse. Ich hasse Bücher bei denen ich ständig denken muss "Wann ist es endlich vorbei?". "Der Übergang von Justin Cronin war leider so eins. Der Mann hat wohl an der Harvard-Universität studiert (Literatur und so ein Zeug sogar) und unterrichtet auch schreiben, wenn ich mich recht an den Klappentext erinnere, aber die Praxis ist immer was anderes als die Theorie.
Die Idee des Buches war nicht schlecht (aber meine Beschreibung jetzt): Ein trauriger Forscher, der versucht ein Virus zu finden, der den Menschen so gut wie unsterblich macht. Auf der Suche nach diesem Virus gibt es im Vorfeld einige misslungene Experimente (die Menschen werden zu einer Art Monster "Virals"). Schließlich kriegt das kleine Mädchen Amy die endgültige Variante des Virus eingepflanzt, die den Menschen einen Menschen sein lässt und nicht zum "Viral" macht, der alles zerfetzt und leersaugt (ja, das sollen tatsächlich eine Art Vampire sein, aber "Virals" klang wohl toller und neuer und erklärt einige Besonderheiten). Und dann geht auf einmal alles gehörig schief und die Menschheit droht ausgerottet zu werden. Großes Chaos und Panik. BAM. Und nur dieses kleine Mädchen kann die Welt noch retten.
Was mich an dem Buch jedoch recht schnell gestört hat, war der Fakt, dass der Herr Autor 1000 Seiten braucht um eine nicht allzu ereignisreiche Geschichte zu erzählen. Meiner Meinung nach hätte es der Spannung und dem Buch gut getan da mindestens 200 Seiten zu kürzen. Ich muss dazu sagen, wenn ich ein Buch lese, dann will ich vor allem unterhalten werden und das funktioniert bei Büchern bei mir meist nur mit einer einigermaßen guten Geschichte und etwas Tempo. Wenn das Tempo fehlt, dann liegt das Buch vielleicht irgendwann da und wird nicht mehr gelesen, weil ich mich einfach so gelangweilt habe.
Man könnte jetzt argumentieren, dass es das Buch komplett macht und auch eine Art Stilmittel ist, aber Stilmittel hin und her. Langweile hat noch keinem Buch gut getan. Harry Potter wäre kein Bestseller wenn in der Hälfte aller Romane nur beschrieben wird, wo es hin geht und wer in welche Richtung wie guckt und was er sie es denn denken könnte. Ich überzeichne jetzt hier sehr stark, aber insgesamt überwiegt halt der Eindruck, dass zu wenig Tempo in der Geschichte war. Es gab Stellen, die waren wirklich spannend, aber dann kam immer wieder eine Stelle, wo ich mir das Ende herbeigewünscht habe.
An sich ist das Buch aber abwechlungsreich geschrieben (wobei ich es wahrscheinlich eher auf Englisch empfehlen würde) und die Geschichte ist wie gesagt im Grunde auch interessant. Und da wir uns ja im Zeitalter der Trilogien befinden... das Ende war beschissen, denn offen (Lena mag das nicht. Lena mag alles klipp und klar erläutert xD) und Stefans Vater meinte schon, dass auch mindestens ein zweiter Teil geplant ist. Ich sehe das mit gemischten Gefühlen. Einerseits möchte ich wissen wie es weiter geht. Andererseits habe ich keine Lust mir weitere 1000 Seiten geistiges Rumgeschnecke durchzulesen. Aber bis der zweite Band erschienen ist, habe ich das Buch wahrscheinlich schon wieder vergessen. Und es besteht ja noch die Hoffnung, dass der Herr Autor dazu lernt und aufregender schreibt.
Fazit: Ich habe jedes Mal aufgeatmet, wenn das Wort "plötzlich" geschrieben stand, weil ich wusste, dass die Geschichte dann voran geht. Keine unbedingte Leseempfehlung, aber wer zu viel Zeit hat oder wen es brennend interessiert und wen es nicht stört, dass die Welt nach 1000 Seiten noch nicht fertig gerettet ist, der kann ja mal reinschauen.
Auf Deutsch gibt es bisher nur die Gebundene Ausgabe, auf Englisch ist das Buch bereits broschiert erhältlich. Verkauft sich bei Amazon in den Kategorien Horror, Vampirromane und Fantasy, was es eigentlich ganz gut trifft. *lol*
Justin Cronin: Der Übergang ("The Passage")
Gebundene Ausgabe: 1024 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (9. August 2010)
ISBN-10: 3442311705
ISBN-13: 978-3442311705
Link zum Buch (deutsch) bei Amazon
Link zum Buch (englisch) bei Amazon
二日前です。。。
Vor 9 Stunden

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